Die Bedürfnisse eines Welpen

Um diesen gerecht zu werden, lohnt sich ein kleiner Ausflug in ein intaktes Hunderudel.
Was sofort auffällt, ist die Tatsache, dass es keine Manipulation in Form von Futter, Clicker, Halti etc. gibt. Solche oder ähnliche Hilfsmittel haben die Althunde in unserem Hunderudel auch nicht nötig, denn die Natur hat etwas viel zuverlässigeres hervorgebracht.
Und zwar die geistige Autorität, welche die Althunde in Verbindung mit den Grundpfeilern der artgerechten Er- und Beziehung genießen:

- wohlwollende Konsequenz
- artgerechte Tabuisierung
- artgerechtes Spiel.

Hierbei lernen die Welpen in einem Hunderudel unter anderem die geistige Autorität der Althunde zu respektieren, Diese Rahmenbedingungen fordert unser kleiner Welpe vom ersten Tag ein. Er benötigt diese Klarheit um Vertrauen zu erlangen.
Leider sucht er sie oft vergebens.
Das Ergebnis dieser Versäumnisse erkennt man leider erst viel zu spät.

Ratlosigkeit macht sich im Rudel breit, schließlich hat man ja alles Menschenmögliche getan. Das Buch über Welpenerziehung haben alle zweibeinigen Rudelmitglieder schon längst auswendig gelernt und auch strikt umgesetzt. Oder war genau das der Fehler? Aber die anderen Hunde hören doch auch, zumindest fast immer.
Richtig, denn in dem gleichen Buch steht ein paar Seiten weiter hinten auch gleich die passende Entschuldigung, falls der Hund mal nicht hört. Entweder hat man selber Schuld (Schuldgefühle funktionieren immer), man hat sich dummerweise für eine Rasse mit unmöglichen Eigenschaften entschieden oder einer der vielen Instinkte kommt einem in die Quere. Diese Bücher werden sich nie ändern, schließlich will die Hundeszene genau das hören. Ob auf die Bedürfnisse unserer Hunde eingegangen wird, interessiert da niemanden, schließlich klingt das alles so menschlich...
Aber Sie können Ihr Verhalten überdenken und dadurch eine echte Beziehung zu Ihrem Hund aufbauen.