Man muss den Hund als Mitglied einer sozialen Gruppe verstehen!

Da haben wir Ihn nun: den fertig ausgebildeten Hund! Er kennt Sitz, Platz, Fuß und all die anderen wichtigen Dinge, die ein Hund heutzutage wissen muss. Aber sobald er die Haustür verläßt, scheint es, als wisse er von alledem nichts mehr.
Denn auf die natürlichen Bedürfnisse unserer Hunde wird nicht eingegangen. Der Hund wird nicht als Hund behandelt, es findet vielmehr eine Verniedlichung und Vermenschlichung statt. Partner Hund bleibt völlig außen vor, weil er diese Art von Erziehung einfach nicht versteht, nicht verstehen kann.
Denn er ist und bleibt ein Hund, und so sehr man es sich auch wünscht, er wird nie ein Mensch werden. Zum Glück....

Wir alle haben schon den Satz gehört "Mein Hund hört gut, außer ..."
Sie können wahlweise einsetzen:

"...er sieht Wild"
"...auf der anderen Straßenseite spielen andere Hunde"
"...er hat eine Fährte aufgenommen"
"...sein lieblings Nachbarhund hat Ihn mal falsch angeschaut"
"...eine Hündin kreuzt unseren Weg".

Das sind die Dinge, die für unsere Hunde elementar wichtig sind:

Nahrung
spielen mit Artgenossen
Kontakt zum anderen Geschlecht

Und in diesen, ihm so wichtigen Momenten, läßt er seine/n Besitzer/in stehen. Nicht, weil er ihn nicht mag, sondern weil in diesen Momenten eine feste Beziehung, die auf Vertrauen und Achtung aufgebaut ist, greifen sollte.
Die man aber leider durch das Geben von z.B. Futterbrocken eher abgebaut als gefestigt hat.